eBay legt Europäischer Union Petition mit 750.000 Unterschriften vor
September 18, 2009 | Permalink
Straßburg, 17. September 2009 – eBay hat heute die Europäische Union aufgerufen, das EU-Wettbewerbsrecht so zu überarbeiten, dass Markenhersteller den Verkauf ihrer Produkte über das Internet nicht mehr einschränken können. Mit einer Petition, die von über 750.000 Europäern unterzeichnet wurde, fordert eBay ein Ende des Missbrauchs sogenannter selektiver Vertriebsvereinbarungen, die auf unfaire Weise den Online-Verkauf von Produkten in ganz Europa blockieren. Solche Praktiken benachteiligen Online-Unternehmen und führen häufig dazu, dass die Verbraucher unnötig hohe Preise für Waren bezahlen müssen.
eBay-Verkäufer aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben sich heute in Straßburg mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments getroffen, um ihrer Initiative gegen unfaire Handelspraktiken Nachdruck zu verleihen. Zeitgleich zur Petition von eBay führt die EU-Kommission bis zum 28. September eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der maßgeblichen Gesetzgebung, der Gruppenfreistellungsverordnung für vertikale Vertriebsvereinbarungen (Vertikal-GVO) und der zugehörigen Leitlinien, durch.
Im Rahmen dieses Prozesses setzt sich eBay für mehr Rechtsklarheit, eine Unterstützung des grenzüberschreitenden Online-Handels, mehr Wahlfreiheit für die Verbraucher sowie eine gleichberechtigte Behandlung von Online- und Offline-Vertriebskanälen ein. Einige Rechteinhaber haben sich gegen die Position von eBay ausgesprochen. Sie wollen auf Kosten der Verbraucher-Wahlfreiheit ihre restriktiven Vertriebssysteme und höhere Preise sichern.
„eBay basiert auf einer einfachen Idee: Wir wollen dem Einzelnen mehr Einfluss verschaffen, indem wir einen globalen Marktplatz anbieten, auf dem praktisch jeder nahezu alles kaufen oder verkaufen kann“, sagt Alex von Schirmeister, European Head of Business Development bei eBay. „Leider wird diese Idee von einigen Markeninhabern und Herstellern in Frage gestellt. Sie versuchen in unfairer Weise, den Online-Verkauf ihrer Produkte zu blockieren oder zu beschränken. Mit der Petition fordern unsere Nutzer die Politiker auf, das europäische Wettbewerbsrecht so zu verändern, dass solche unfairen Handelspraktiken nicht mehr möglich sind“, so von Schirmeister weiter.
Bisher haben in Europa 752.605 eBay-Nutzer die im Juli gestartete Petition unterzeichnet. Darunter sind mehr als 250.000 Verbraucher aus Großbritannien, über 200.000 aus Deutschland und mehr als 100.000 aus Frankreich. Diese Nutzer unterstützen die Position von eBay, dass Markenhersteller nicht das Recht haben dürfen, den Verkauf ihrer Produkte pauschal zu verbieten oder Online-Preise künstlich hoch zu halten. Beschränkungen sollten ausschließlich auf objektiven und transparenten Kriterien basieren, die nachweislich vorteilhaft für die Verbraucher sind.
Die Petition spricht sich außerdem dagegen aus, es Herstellen zu erlauben, den Online-Verkauf ihrer Produkte an die Bedingung zu knüpfen, dass die Internet-Händler auch über ein Ladengeschäft verfügen müssen oder Internet-Verkäufern strengere Verkaufsbedingungen aufzuerlegen.
Dazu Mary Honeyball, Europaabgeordnete aus Großbritannien: „In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen Europas Verbraucher und Unternehmen in der Lage sein, alle Produkte zu den attraktivsten Marktpreisen kaufen und verkaufen zu können. Das Internet bietet uns die Möglichkeit dazu, indem es europaweit allen einen gleichberechtigten Zugang zu Waren und Dienstleistungen bietet. Deshalb unterstütze ich die Forderung von eBay, das veraltete europäische Wettbewerbsrecht in diesem Herbst zu reformieren und es Online-Händlern zu ermöglichen, alle Güter zu verkaufen, ganz gleich, ob sie von Asda, Apple oder Armani stammen.“
Andreas Müller, eBay-Händler für Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, IT und Navigation ergänzt: „Was die Qualität der Produkte sowie Service am Kunden angeht, stehen wir Händlern mit Ladengeschäften in nichts nach. Da wir vor allem hochwertige Produkte verkaufen, bieten wir im Vorfeld intensive Beratung an. Falls doch einmal Reklamationen auftreten sollten, stehen unsere Servicemitarbeiter nach dem Kauf zur Verfügung. Wir möchten, dass unsere Kunden ihre Wunschprodukte zu möglichst komfortablen und günstigen Konditionen bekommen. Deshalb suchen wir immer nach der größtmöglichen Bandbreite an Vertriebskanälen, um eine große Zielgruppe anzusprechen. Die Markenhersteller, die den Online-Verkauf ihrer Produkte unterbinden, versuchen durch Ausschaltung des starken Wettbewerbs im Internet ihre Preise künstlich hochzuhalten. Dieses Verhalten benachteiligt nicht nur Händler wie mich, sondern führt vor allem auch dazu, dass Verbraucher in ihrem Recht auf freien Online-Handel im europäischen Binnenmarkt beschränkt werden.”
In Deutschland und Großbritannien macht eBay mit Online-Kampagnen weiter auf die Petition aufmerksam. Noch bis zum 28. September haben Europas Verbraucher die Möglichkeit, sich ihr anzuschließen. Die Petition ist im Internet unter www.ebaycampaigns.com/de zu finden.






